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Salat im Garten: 9 praktische Tipps vom Aussäen bis zur Ernte

Von der ersten Aussaat im Jänner bis zur Ernte im Oktober: Wer Salat im Garten anbaut, hat fast das ganze Jahr frische Blätter auf dem Teller. So gelingt der Anbau Schritt für Schritt.

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Foto: Helmut Mitter
Frische, knackige Salatblätter aus dem eigenen Anbau: Das lässt die Herzen von Gärtnerinnen und Gärtnern höher schlagen.

Kaum eine Gemüsepflanze ist so dankbar wie Salat: Sie wächst schnell, braucht wenig Platz und lässt sich von Frühjahr bis Herbst immer wieder neu aussäen. Ob Eichblatt, Lollo rossa oder Batavia – Salat gibt es in vielen Sorten, und jede hat ihre eigenen Stärken. Was sie alle gemeinsam haben: Mit dem richtigen Grundwissen wachsen sie zuverlässig und ohne großen Aufwand. Die Aufzucht dieser genügsamen Gemüse gelingt selbst Gartenneulingen: Sie brauchen nur sieben bis acht Wochen von der Aussaat bis zur Ernte.

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1. Wann kann ich mit dem Salatanbau beginnen?

Früher als viele denken: Schnitt- und Pflücksalate wie Eichblatt, Lollo bionda oder Lollo rossa lassen sich bereits ab Jänner auf dem Fensterbrett vorziehen – in warmen Lagen sogar schon im Freien. Robuste Sorten wie Romano oder Batavia vertragen auch kurze Kälteeinbrüche gut und können bei gestaffelter Aussaat den ganzen Sommer über geerntet werden.

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  • Bei Saatgut ist allerdings auf die unterschiedlichen Sorten für den Frühjahrs- und Sommeranbau zu achten. Wenn zum Beispiel eine Sorte für den Frühjahrsanbau im Sommer gezogen wird, nimmt die Neigung zum unerwünschten Blühen – man nennt das Schossen – zu.

2. Wie säe ich Salat richtig aus?

Salate sind Lichtkeimer – die Samen werden deshalb nur sanft auf die Erdoberfläche gedrückt oder höchstens hauchdünn mit Sand bedeckt. Als Aussaaterde eignet sich eine selbst gemischte Mischung aus einem Teil fein gesiebter Gartenerde und eineinhalb Teilen Quarzsand, die für guten Wasserabzug sorgt und gleichzeitig Feuchtigkeit speichert.

Bei Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad keimen Salate binnen etwa zehn Tagen – liegt die Temperatur darunter, dauert es etwas länger; unter 10 und über 20 Grad wirkt sich die Wärme hemmend auf die Keimung aus.

3. Wann sind die Jungpflanzen bereit fürs Beet?

Ein bis zwei Wochen nach der Keimung – sobald sich das zweite Blattpaar gezeigt hat – werden die Pflänzchen pikiert, also vereinzelt in Töpfe gesetzt. Ab März können sie dann ins Freie gepflanzt werden. Wer ein Minigewächshaus auf dem Fensterbrett nutzt oder die Saatschälchen mit einer Glasscheibe oder Frischhaltefolie abdeckt, beschleunigt die Keimung durch höhere Luftfeuchtigkeit und Wärme.

4. Wie pflanze ich Salat ins Beet?

Ein altes Gärtnersprichwort sagt, dass der Salat im „Wind wehen“ muss – er wird also bewusst hoch gepflanzt, sodass die Hälfte des Wurzelballens aus dem Boden ragt. Das verhindert, dass die unteren Blätter Bodenkontakt haben, und beugt so der Salatfäule vor.

Pro Quadratmeter empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 30 × 30 cm sowie eine Beimischung von etwa einem Liter Kompost und einer gehäuften Handvoll Hornspäne.

5. Welchen Salat soll ich pflanzen?

  • Kopfsalate (Lactuca sativa var. capitata): Insgesamt gibt es 80 Sorten. Das klassische Häuptel ist der beliebteste Salat bei uns. Der Eisbergsalat braucht im Beet etwas mehr Pflanzabstand (ca. 30 cm) und zur Reife etwa 2 Wochen länger. Dafür bleiben die grobadrigen Blätter nach dem Marinieren länger knackig. Die oft gelbgrünen Blätter des Batavia, einer Kreuzung aus Häuptel und Eisberg, sind stark gekraust, der Geschmack ist intensiver.

  • Schnitt- und Pflücksalate (Lactuca sativa var. crispa) bilden keine Köpfe, sondern lose Blattrosetten. Der Salat wird nicht als Ganzes geerntet, die Blätter werden von außen nach innen abgeschnitten. Lässt man die Herzblätter dran, wachsen neue Blätter nach. Varianten: der Lollo rosso  mit seinen stark gekrausten, dunkelroten Blättern und der Eichblattsalat, dessen Blätter gelbgrün bis rotbraun sind.

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Foto: Eisenhut & Mayer
Salat anbauen ist des Gärtners liebste Hobby.

6. Braucht Salat viel Pflege und Dünger?

Salate gelten als Schwachzehrer – eine zusätzliche Düngung nach dem Einpflanzen ist in der Regel nicht nötig. Wer frisch gesetzte Setzlinge schützen möchte, kann ein Vlies über die Pflanzen legen: Es reduziert die Verdunstung, schützt vor Wind, Kälte und Regen und kann die Ernte sogar um ein bis zwei Wochen vorziehen. Sobald die Frühlingssonne dauerhaft scheint, sollte das Vlies aber abgenommen werden, damit sich darunter kein Hitzestau bildet.

Außerdem: Salatblätter trocknen leicht aus, deshalb sollte die Fläche stets gleichmäßig feucht gehalten werden. Am besten gießt man morgens, denn da haben sich die größten Feinde des Salatgärtners verkrochen. Schnecken mögen Salat nämlich besonders gern.

7. Welche sind gute und schlechte Nachbarn für Salat?

  • Gute Nachbarn: Bohnen, Chicorée, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kohl, Zwiebeln, Lauch, Karotten, Radieschen, Rettich, Sellerie, Rote Rüben, Spinat, Stangenbohnen, Paradeiser.

  • Schlechte Nachbarn: Petersilie, Salbei, Sellerie

8. Was hilft gegen Schnecken im Salatbeet?

Nacktschnecken haben eine besondere Vorliebe für Salat – deshalb lohnt es sich, einzelne Pflanzen mit Schneckenringen zu schützen oder ganze Beete mit einem Schneckenzaun abzuriegeln. Die Materialpalette reicht dabei von Kupfer bis hin zu Schafwolle.

9. Wie sorge ich das ganze Jahr für frischen Salat?

Der Schlüssel liegt in der gestaffelten Aussaat: Wer alle zwei bis drei Wochen kleine Mengen nachsät, sichert sich eine fortlaufende Ernte – und vermeidet gleichzeitig, dass auf einmal mehr Salat reif wird, als man verarbeiten kann. Wichtig dabei ist, beim Saatgut auf klimatisch angepasste Sorten für Frühjahrs- und Sommeranbau zu achten. Mit der richtigen Sortenplanung lässt sich das Salatbeet von Mai bis in den Oktober hinein fast durchgehend beernten.

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