Anzeige

Ausflüge

Heimatleuchten: Einfach Alm! – Sommer in Kärnten

Dieses „Heimatleuchten Spezial“ zeigt die Menschen hinter den Almen und die Vielfalt der Kärntner Bergwelt – abwechslungsreich, authentisch und nah am Leben. Zu sehen am 21. August 2026 bei ServusTV und ServusTV On.

Sommer auf der Alm mit Blick ins Tal das mit Wolken verhangen ist. Ein Bauer geht mit seinen Kühen über eine Wiese auf die Alm.
Foto: ServusTV / Eduardo Gellner
Den schönsten Blick ins Tal gibts beim Almauftrieb auf die Gursgenalm.

Die Kärntner haben nicht nur den angeblich beliebtesten Dialekt. Hier gibt es rund 1.900 Almen, von denen allerdings nicht mehr alle bewirtschaftet sind. Vom Aussteiger, der dem Managerleben den Rücken kehrte und jetzt in der totalen Abgeschiedenheit auf rund 40 Kühe aufpasst über eine Hütte, zu der früher Europas höchstgelegene Eisenbahn führte – und die jetzt in stiller Einsamkeit neue (Wander-)Wege gehen muss, und eine Almgemeinschaft, die sich gleich ein ganzes Tal teilt, bei der Gäste über eine Mautstraße gemütlich vor die Alm-Tür fahren können.

Anzeige

Und wie die Almen, so sind auch die Leute. Für Manche ist es ein Alm-Traum, der endlich in Erfüllung ging, für Andere ist es eine handyfreie Zone, in der man einen „Sommer wie damals“ erleben kann. Und für Einige hat es sowieso nie eine andere Option gegeben und die Alm ist einfach Teil des „Bauernseins“ und der Familie.

Servus Garten WhatsApp-Kanal

Zwischen Einsamkeit und Alm-Gemeinschaft

Robert Danner, ehemaliger Krankenhaus-Manager, hat seinen Weg zum einsamen Hirtendasein auf der Gursgenalm in der Kreuzeckgruppe gefunden. Wenn es ihm dann hier zwischen Mölltal und Drautal doch zu einsam wird, steigt er gerne mal zwei Stunden zur nächstgelegenen Alm ab, um den vier „Mädels“ der Leppner-Ochsnerhütte Gesellschaft zu leisten.

Die Frauen wiederum melken, käsen, kochen, bewirten, putzen – und haben eigentlich kaum eine freie Minute. Wenn Robert dann einmal da ist, darf er direkt Futtersäcke schleppen. Dafür bekommen die Mädels heuer vom Bauern im Tal eine Badewanne. Für draußen natürlich – und zwar mitten auf der Wiese zwischen den Kühen, mit einmaliger Aussicht.

Zu Besuch auf der Gursgenalm und der Leppner-Ochsnerhütte. Fotos: ServusTV / Eduardo Gellner
Wir sehen uns nicht als Aussteiger, sondern vielmehr als Einsteiger. Zurück zum Wesentlichen...“
Sandra Taschler

Wenn aus Zuschauern Senner werden

Für die zwei Tiroler Sandra Taschler und Andreas Gratl ist es tatsächlich die Sendung „Heimatleuchten“ selbst gewesen, die sie auf die Alm brachte. Vor zehn Jahren haben sie einige Folgen gesehen, bewarben sich umgehend und sind auf der Lanisch-Alm im hintersten Pöllatal gelandet.

Dort geben sie auf weit verstreutes Vieh acht, in einer von Wasser geformten Almlandschaft. Andreas wandert jeden Tag – und das stundenlang. Bei jedem Wetter, versteht sich. Die beiden macht das Leben hier oben glücklich. „Wir sehen uns nicht als Aussteiger, sondern vielmehr als Einsteiger. Zurück zum Wesentlichen...“, sagt Sandra Taschler aus voller Überzeugung.

Almauftrieb mit Kühen, die Kühe stehen auf einer Wiese auf der auch eine Koppel mit Pferden abgesteckt ist, dazwischen läuft ein Weg durch.
Foto: ServusTV / Eduardo Gellner
Beim Almauftrieb zur Goeriachalm machen die Kühe gerne Pause bei den Pferden.

Vom Landwirt zum Weltmeister

Im hintersten Talschluss des Langalmtals gibt es neuerdings einen Weltmeister. Seit diesem Frühjahr ist Jürgen Erlacher „Waldarbeits-Weltmeister“. Das bedeutet übersetzt, dass er ein Motorsägen-Genie ist. Kettenwechseln in 7,5 Sekunden? Baum entasten in Bestzeit? Baum fällen und zentimetergenau auf eine Stelle fallen lassen? Kein Problem für den Landwirt.

Auf seiner Hütte, der Erlacher-Bockhütte, trainiert er immer wieder auf einem eigens dafür angelegten Parcours.

Jürgen Erlacher streckt eine Stihl Motorsäge mit dem Arm gerade in Luft und lächelt dabei. Er steht auf der Alm vor der Erlacher Bockhütte. Es ist Sommer.
Foto: ServusTV / Eduardo Gellner
Das ist der Motorsägen-Weltmeister Jürgen Erlacher mit seinem Handwerksgerät vor der Erlacher Bockhütte.

Selbstbedienung auf Kärntner Art

Etwas weiter talauswärts, auf der Petodnighütte, serviert Karin Jenkins – die „Lederhosenwirtin“ – Schaufelbraten und mehr. Aber sie serviert eben NICHT mehr, denn sie hat keine Angestellten. Es findet sich niemand, der ihr auf der Hütte helfen will. Deshalb hat sie sich eine Alternative überlegt und die ist so genial wie einfach: Anstatt aus der Küche zu den Leuten zu kommen, lässt sie die Gäste in die Küche kommen. Essen abholen, den ein- oder anderen Handgriff selbst erledigen…

Abwaschen ist auch gerne gesehen. Die Getränke holt sich ebenfalls jeder selbst aus dem eiskalten Brunntrog. Und wer partout nicht will, der kann es sich draußen auf dem Kneippstuhl gemütlich machen und die Füße ins klirrend kalte Quellwasser halten. Langweilig wird es dabei sicher nicht.

Eine sehr alte Almhütte mit zwei Stockwerken und Blumenkisteln, auf der Veranda im ersten Stock steht ein Chor. Es ist Sommer.
Foto: ServusTV / Eduardo Gellner
Auf der Petodnighütte wird gern gesungen. Hier zu sehen: Karin Jenkins mit Chor.
Anzeige