4 Rezepte mit Flieder – einfach und gut
Einmal im Jahr öffnet der Flieder seine Blüten – und die Saison dauert nur wenige Wochen. Grund genug, die zarten Dolden in der Küche zu nutzen: als Blütenzucker, Fliedergelee, Fliedersirup oder zum Backen mit Blüten.
In den Niederungen Österreichs und Bayerns beginnt die Flieder-Saison meist Ende April, in höheren Lagen wie dem Salzkammergut, dem Inntal oder dem Bayerischen Wald startet sie oft erst Mitte Mai. Die Blütezeit dauert insgesamt nur zwei bis drei Wochen – es lohnt sich also, rechtzeitig loszulegen. Hier sind vier Fliederblüten-Rezepte, die zeigen, wie vielseitig Flieder in der Küche sein kann:
1. Flieder-Blütenzucker
Wer noch nie mit Blütenzucker gearbeitet hat, findet hier den idealen Einstieg in die Welt der Fliederblüten-Rezepte: schnell gemacht, kaum Zutaten, lange haltbar. Er verfeinert Joghurt, Topfen (Quark), Buttercreme oder das morgendliche Butterbrot – und bringt dabei den feinen, leicht süßlich-herben Duft des Flieders direkt auf den Teller.
2. Fliedersirup selber machen
Aus frischen Fliederblüten, Wasser und Zucker entsteht ein Sirup, der nach Frühling schmeckt. Fliedersirup selber machen ist einfacher als gedacht: Er lässt sich in Limonade, Mineralwasser oder Prosecco rühren, verfeinert Salatdressings oder gibt Desserts eine blumige Note.
3. Fliedergelee
Fliedergelee sieht auf dem Frühstückstisch wunderschön aus – das zarte Lila erinnert an die Blüten, aus denen es gemacht wurde. Der Geschmack ist mild und aromatisch, die Zubereitung ähnelt der eines klassischen Fruchtgelees. Wer mag, füllt es in kleine Gläser und verschenkt es – als essbares Mitbringsel aus dem eigenen Garten.
4. Fliedertörtchen – Backen mit Blüten
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, wird mit diesen kleinen Fliedertörtchen belohnt: zarter Teig, eine Creme mit Fliederaroma und frische Blüten als Dekoration. Backen mit Blüten macht optisch einiges her und eignet sich für den Nachmittagskaffee genauso wie für einen festlichen Anlass.
Häufig gestellte Fragen rund ums Kochen und Backen mit Flieder
Kann man Flieder essen und welche Art eignet sich für die Küche?
Für die Küche eignet sich ausschließlich der echte Gartenflieder (Syringa vulgaris), also die Art, die in vielen Gärten und Parks wächst. Sie sollten Flieder nur dann auch zu Verzehr nutzen, wenn Sie sich hier ganz sicher sind. Außerdem sollten die Blüten frisch gepflückt, noch nicht verblüht und unbehandelt sein – also frei von Pestiziden. Hier erfahren Sie mehr über Flieder im Garten.
Wann blüht Flieder?
In den Tieflagen Österreichs und Bayerns – etwa in Wien, Graz, München oder dem Voralpenland – beginnt die Fliederblüte meist Ende April. In höheren Lagen wie dem Salzkammergut, dem Inntal, dem Bregenzerwald oder dem Bayerischen Wald verschiebt sich die Blüte oft bis in den Mai hinein.
Wann kann man Flieder pflücken?
Am besten pflückt man die Blütendolden an einem trockenen Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist – dann sind die ätherischen Öle am intensivsten. Blüten, die bereits braun werden oder abfallen, sollten nicht mehr verwendet werden.
Wie pflückt man Fliederblüten richtig?
Wer Fliederblüten in der Natur oder im eigenen Garten pflückt, sollte nur so viele Dolden entnehmen, wie tatsächlich gebraucht werden – der Strauch braucht seine Blüten auch für Insekten und die eigene Kraft.
Niemals von Sträuchern pflücken, die an stark befahrenen Straßen stehen oder sichtbar behandelt wurden.
Die einzelnen Blütchen werden vor der Zubereitung vorsichtig von den Stielen gezupft – grüne Stängel und Blätter weglassen, da sie bitter schmecken können und auch nicht essbar sind.
Ein kurzes Ausschütteln der Dolden entfernt mögliche kleine Insekten, anschließend die Blüten kurz in kaltem Wasser schwenken und auf einem sauberen Tuch trocknen lassen.
Wie lange sind Fliederblüten-Rezepte haltbar?
Das hängt vom jeweiligen Rezept ab:
Fliedersirup hält sich im Kühlschrank gut verschlossen etwa drei bis vier Wochen, in sterilisierten Flaschen auch länger.
Fliedergelee ist – wie andere Gelees auch – bei kühler, dunkler Lagerung mehrere Monate haltbar.
Blütenzucker hält sich in einem luftdichten Glas bei Raumtemperatur mehrere Wochen.
Die Törtchen sollten frisch gegessen oder im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verzehrt werden.
Kann man Fliederblüten auch trocknen und aufbewahren?
Ja, Fliederblüten lassen sich trocknen: einfach dünn auf einem Tuch oder Backpapier ausbreiten und an einem luftigen, schattigen Ort einige Tage trocknen lassen. Getrocknete Blüten eignen sich gut für Blütenzucker, Tee oder als Dekoration. In einem luftdichten Glas aufbewahrt, halten sie sich mehrere Monate.
Sind Fliederblüten für alle verträglich?
Fliederblüten gelten in kleinen Mengen als gut verträglich. Beim ersten Ausprobieren empfiehlt es sich dennoch, mit kleinen Mengen zu beginnen. Für Kinder unter drei Jahren und Schwangere ist vorherige Rücksprache mit einem Arzt ratsam. Flieder aus dem Blumenladen ist für die Küche grundsätzlich nicht geeignet, da er häufig mit Mitteln behandelt wird.
Das könnte Sie auch interessieren:
15x nach Hause bekommen & nur 12x bezahlen
Wunsch-Startdatum wählen & kostenlos nach Hause liefern lassen
Mindestlaufzeit: 12 Ausgaben, Erscheinungsweise: 12x im Jahr
Jederzeit mit 4-wöchiger Frist zum Monatsende schriftlich kündbar (nach Mindestlaufzeit).