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Naturapotheke

Das Veilchen löst den Kopfschmerz und beruhigt

Das anmutige Veilchen zog mit seinem Duft schon die Aufmerksamkeit von Dichtern und Kaisern auf sich. Laut Naturheilkunde wirkt es beruhigend bei hitzigen Erkrankungen.

Iris, Veilchen, Flower
Foto: Pixabay/ Couleur

Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen. Hier geht es zu ihrem Buch: Die Naturapotheke

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  • Hilft bei: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Abhusten.

  • Wirkung: Schlaffördernd, kühlend, beruhigend.

  • Anwendung: Essig, ätherisches Öl, Tee, Auflage.

  • Botanik: Mehrere hundert Arten gibt es von der Gattung Viola, vertreten ist sie auf der ganzen Welt. Schon der Anblick dieses Blümchens ist ein stimmungsaufhellender Frühlingsgruß. Oft liegt nämlich noch das welke braune Laub aus dem Vorjahr am Boden, wenn das Veilchen sprießt. Es versteckt sich gern im feuchtkühlen Schatten von Gebüsch und Bäumen.

  • Geschichte: Sein betörender Duft machte das Veilchen schon in der Antike beliebt. Es wurde damals „zur Besänftigung von Ärger“ verwendet. Sebastian Kneipp meinte gar, essolle „mit seinem Heildufte auch unsere Hausapotheke erfüllen“. Und nicht zuletzt hat es William Shakespeare in wundervollen Worten gepriesen, etwa im „Sonett 99“: „Das freche Veilchen schalt ich: ‚Süßer Dieb, wo hast du deinen feinen Duft gestohlen? Vom Hauch des Liebsten!‘[…]“In der vor über 1.000 Jahren gegründeten Schule von Salerno galt das bescheidene Blümchen als bestes Mittel gegen Kater nach einer durchzechten Nacht. Hildegard von Bingen (1098–1179) hat es außerdem gern bei Augentrübungen und „Feurigen Augen“ eingesetzt. Napoleon machte das Veilchen zum Emblem seiner kaiserlichen Partei. Als kandierte Blüte ist das Veilchen heute in der Patisserie beliebt. Schon Kaiserin Sisi soll diese tiefblaue Köstlichkeit genossen haben.

  • Inhaltsstoffe: Das Veilchenkraut enthält Schaumstoffe (Saponine), Schleimstoffe, ätherische Öle und ein wenig vom Alkaloid Violin. Der hohe Vitamin-C-Gehalt stabilisiert die Inhaltsstoffe, indem er sie vor Oxidation schützt. Flavonoide und Anthocyane, darunter auch das Violanin, färben die Blüte des Veilchens lila. Das duftende Pflänzchen enthält auch Verbindungen der Salicylsäure, die wir aus Schmerzmitteln wie Aspirin kennen.

  • Wirkung: Anwendungen mit Veilchen galten stets den sogenannten hitzigen Krankheiten. Kopfschmerzen oder Augenbrennen, die nach Kühlung verlangen, werden mit einer Veilchentee-Auflage gelindert. Oft bedeutet diese Kühlung ebenfalls Beruhigung und Schlafförderung. Das Veilchen hilft beim Abhusten von Schleim aus den Bronchien, wenn es auch nicht ganz so stark wirkt wie zum Beispiel die Schlüsselblume.

  • Heilanwendung: Das Veilchen als ganzes Kraut ergänzt hervorragend den Hustentee aus Schlüsselblume, Gänseblümchen, Gundelrebe, Spitzwegerich und Fichtentrieben – allesamt finden wir in diesen Wochen in Wald und Wiesen. Auch den frühlingshaften Wildkräutersalat wertet es auf – in Form von Veilchenessig. Er kann aber auch als kühlende Auflage verwendet werden. Ein Spritzer Veilchenessig in lauwarmem Wasser ergibt außerdem eine Gurgellösung, die der Mundschleimhaut guttut und Halsentzündungen lindert. Eine der bekanntesten Veilchenzubereitungen ist der rosa-lila Sirup, der aufgrund erwähnter Wirkungen in der Naturheilkunde eingesetzt wird, aber auch in Mischgetränken ein Genuss ist.

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