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Selbermachen

Vertikaler Garten: Kräuterturm mit Tontöpfen selber bauen

Für kleine Gärten, Terrassen oder Balkone sind „vertikale Beete“ ideal. Sie brauchen nicht viel Platz und sehen immer besonders schön aus. Auch Blumen lassen sich so wunderbar in Szene setzen.

Kräuterturm, Garten, Tontöpfe, Tontopf, Basilikum, Minze, Liebstöckel
Foto: Luana Baumann-Fonseca

Schritt für Schritt zum Kräuterturm aus Tontöpfen:

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Wann macht ein Kräuterturm aus Tontöpfen Sinn?

  • Auch wenn man nur über das kleinste Fleckchen Garten, über den schmalsten Balkon oder gar nur über ein einziges sonniges Fensterbrett verfügt, darf man von frischen Kräutern aus eigenem Anbau träumen: von ein bisschen Petersilie für den Suppentopf, von etwas Schnittlauch fürs Butterbrot, von Zitronenmelisse für den Tee oder ein paar Lavendelähren zum Beduften des Schranks.

  • Wenig Platz bedeutet zwar, dass man sich zu ebener Erde nicht groß ausbreiten kann. Allerdings lässt sich stattdessen in die Höhe streben, mit einem vertikalen Garten sozusagen. An dieser Stelle kommt nun die Möglichkeit einer selbst gemachten Mini-Kräuterspirale ins Spiel.

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Wie funktioniert eine Kräuterspirale?

  • Der Begriff Kräuterspirale bezeichnet ursprünglich etwas aus dem Permakultur-Gartenbau und benötigt normalerweise gut und gern drei Quadratmeter Fläche im Garten.

  • Das zugrunde liegende Prinzip dabei ist bestechend effizient: Die schneckenförmig in die Höhe gezogene Bauweise einer klassischen Kräuterspirale erlaubt es, eine beachtliche Vielfalt an Kräutern mit den unterschiedlichsten Wasser-, Wärme-, Licht- und Bodenansprüchen gemeinsam unterzubringen. Und das funktioniert auch im Kleinformat!

Anleitung Kräuterturm aus Tontöpfen bauen

Das braucht es

  • Tontöpfe in drei bis vier Größen

  • Erde

  • Küchenkräuter (z. B. Liebstöckel, Minze und Basilikum)

Servus-Gartentipp: Wer möchte kann seinen Kräuterturm natürlich auch höher gestalten. Wichtig ist, dass sich der Durchmesser der Tontöpfe nicht zu ähnlich ist, damit genug Platz für die Pflanzen frei bleibt.

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So baut man einen Kräuterturm aus Tontöpfen

  1. Drei bis vier Tongefäße bilden die Basis der Mini-Kräuterspirale.

  2. Zwischen der großen und der kleinen Schale wird ein Tontopf kopfüber als Abstandshalter eingesetzt.

  3. In die große Schale kommt zunächst ein kopfüber aufgestellter Tontopf, danach folgt eine Schicht Blähton – das verhindert Staunässe.

  4. Jetzt kann rundherum Pflanzerde eingefüllt werden. Ist die Schale bepflanzt, die zweite Schale auf den Abstandshalter setzen und – noch bevor man diese mit Kräutern bestückt – den letzten Tontopf mittig platzieren.

Servus-Gartentipps: Sind die gekauften Kräuter zu groß, kann man den Wurzelballen halbieren. Kräuter regelmäßig gießen und wenn der Turm in der Küche steht, nicht auf einen Untersetzer vergessen.

Kräuterspirale Anleitung. Bilder: Ingo Eisenhut

Welche Kräuter kommen in den Kräuterturm?

Eines vorweg: Hoch wachsende Kräuter wie Estragon oder Liebstöckl kommen nicht infrage. Besser setzt man auf klein, buschig und kompakt Wachsendes.

Was ebenfalls klar ist: Sollen die Kräuter gedeihen, muss die Tontopf-Kräuterspirale an einem möglichst sonnigen Platz aufgestellt werden.

  • Man kann auch mit der Zusammensetzung der Erde experimentieren. Befüllt man einen der drei Töpfe mit Erde, die einen höheren Sandanteil hat, werden einem das die sonnenhungrigen, trockenheitsliebenden Südlinge wie etwa Thymian, Majoran, Oregano, Lavendel oder Salbei danken, wobei sich bei den zwei Letztgenannten gedrungene und klein bleibende Zwergsorten empfehlen.

    Beim Thymian wiederum hat man die Qual der Aroma-Wahl: OrangenThymian, Zitronen-Thymian, Lavendel-Thymian. Eine Auswahl aus zwei, drei dieser mediterranen Kräuter kommt jedenfalls in den Topf mit sandiger Erde. Sie alle verstehen sich bestens untereinander.

  • In eine Etage mit herkömmlicher Pflanzerde ohne Sand setzt man Kräuter wie Zitronenmelisse, die sich unter beengten Verhältnissen durchaus im Zaum hält. Oder auch Krausepetersilie und Kapuzinerkresse. Letztere hat den Vorteil, dass sie über den Topfrand hinaushängend wachsen kann. Außerdem lässt sie sich von oben bis unten aufessen: Blätter, Blüten und auch die würzig-scharfen, kapernähnlichen Samenstände.

  • In eine dritte Etage, für die man die Erde mit etwas Kompost anreichert, pflanzt man jene Kräuter, die es gern etwas feuchter und nährstofreicher haben, etwa Schnittlauch, Kresse oder Kerbel.

    Minze würde hier auch gut hinpassen, nimmt aber mit ihren Expansionsgelüsten oft wenig Rücksicht auf ihre Nachbarn. Und das ist es ja, was in der Mini-Kräuterspirale zählt: gute Nachbarschaft!

Übersicht: Welche Kräuter kommen gemeinsam auf eine Ebene?

Ganz oben die mediterranen Kräuter, die es heiß, trocken und sandig wollen. Ganz unten – in Nähe des kleinen Wasserbeckens, in das man die zumeist aus Ziegelsteinen errichtete Spirale auslaufen lässt – feuchtigkeitsliebende Kräuter wie etwa Pfeferminze, die man in nährstofreiche Komposterde setzt.

Ebene 1: In Erde mit hohem Sandanteil

Ebene 2: In herkömmliche Erde ohne Sand

Ebene 3: In Erde mit etwas Kompost

Thymian

Zitronenmelisse

Schnittlauch

Majoran

Krausepetersilie

Kresse

Oregano

Kapuzinerkresse

Kerbel

Lavendel

Minze

Salbei

Thymian

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