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Naturapotheke

Was kann man mit Johanniskraut alles machen? Rezepte und Anleitungen

Johanniskraut lässt sich auf viele Arten verarbeiten – als Öl, Tee, Tinktur, Salbe oder Likör. Die Rezepte sind überraschend einfach, die Zutaten überschaubar. Hier finden Sie ausgewählte Ideen aus der Volksheilkunde.

Johanniskraut-Auszug im Glas; Anleitungen und Rezepte für Johanniskraut
Foto: Getty Images
Dieser Johanniskraut-Auszug im Glas ist schön anzusehen und tut gut. Sie ist eine von 5 Ideen mit dem leuchtend gelben Sommerkaut.

Wer zur Sommersonnenwende die gelb blühenden Büschel am Wegrand sieht und die Knospen zwischen den Fingern reibt – bis sie tiefrot färben –, weiß: Es ist Erntezeit. Johanniskraut lässt sich auf viele Arten verarbeiten: als dunkelrotes Öl für die Haut, als Tee für die dunklen Monate, als Tinktur, als Wundsalbe oder als Likör mit Honig und Zitrone. Rezepte aus der Servus-Naturapotheke im Überblick:

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1. Johanniskrautöl selbst machen

Das Öl ist die wohl bekannteste Zubereitung aus Johanniskraut – und an seiner tiefroten Farbe erkennt man, ob es gut ist: Je dunkler, desto mehr Hypericin ist enthalten. Olivenöl, frische Blüten und Knospen, ein Schraubglas und ein sonniger Halbschattenplatz für einen Monat – mehr braucht es nicht.

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Selbst gemacht und an der Farbe ablesbar: Ein gutes Johanniskrautöl leuchtet tief dunkelrot.
Foto: Raphael Gabauer
Selbst gemacht und an der Farbe ablesbar: Ein gutes Johanniskrautöl leuchtet tief dunkelrot.

Zutaten:

  • Johanniskrautblüten

  • Johanniskrautknospen

  • natives Olivenöl extra

Zubereitung:

  1. Blüten und Knospen bei trockenem Wetter sammeln und im Mörser leicht anquetschen, damit die Wirkstoffe leichter herausgelöst werden können.

  2. In ein Schraubglas geben und mit Olivenöl übergießen.

  3. Den Ölauszug im Halbschatten etwa einen Monat ausziehen lassen, dann abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Verwendung: Auf die Haut aufgetragen pflegt das Öl Narben, unreine und spröde Haut sowie Amputationsstellen. Bei Verbrennungen gilt ein Johanniskrautöl-Verband nach dem akuten Stadium schmerzlindernd und unterstützt die Wundheilung.

2. Johanniskraut-Tee selbst mischen

Ein einfacher Johanniskrauttee braucht nur einen Teelöffel getrocknetes Kraut und heißes Wasser. Karin Bucharts Sonnenwende-Teemischung geht aber einen Schritt weiter: Sie kombiniert Johanniskraut mit Schlüsselblumenblüten, Schafgarbe, Lavendel und Rosenblüten zu einem aromatischen Sonnenaufgangstee.

Johanniskraut-Tee (Bild: Getty Images)
Foto: Getty Images

Zutaten einfache Teemischung:

  • 1 bis 2 TL getrocknetes Johanniskraut

  • 1 Tasse heißes Wasser (ca. ¼ l)

Zubereitung:

  1. Johanniskraut mit kochendem Wasser übergießen.

  2. 10 Minuten ziehen lassen.

  3. Eine bis drei Tassen täglich trinken.

Zutaten Sonnenwende-Teemischung:

  • 3 Teile Johanniskraut

  • 2 Teile Schlüsselblumenblüten

  • 2 Teile Schafgarbe

  • 1 Teil Lavendelblüten

  • 1 Teil Rosenblüten

Zubereitung:

  1. 1 TL der Mischung mit 1⁄2 l heißem Wasser übergießen.

  2. 5 Minuten ziehen lassen.

Anwendung:

Über den Tag verteilt trinken.

3. Tinktur aus Johanniskraut

Frisches Johanniskraut lässt sich auch in 40-prozentigem Alkohol ansetzen. Nach einem Monat Auszugszeit ist die Tinktur fertig. Kräuterexpertin Karin Buchart mischt daraus ihre „Gleichklang-Tinktur“ – eine Kombination aus Johanniskraut, Weißer Taubnessel, Rosmarin, Lavendel und Storchschnabel.

Zutaten:

  • Johanniskraut

  • Weiße Taubnessel

  • Rosmarin

  • Lavendel

  • Storchschnabel

  • 0.5 l Korn oder Wodka (40 %)

Zubereitung:

  1. Die Kräuter werden einzeln angesetzt. Jeweils ein Schraubglas zu drei Viertel mit dem frischen oder zur Hälfte mit dem getrockneten Kraut füllen und mit Alkohol übergießen. Die Ansätze mindestens vier Wochen im Halbschatten ausziehen lassen.

  2. Für die Gleichklang-Tinktur 4 Teile Johanniskraut-, je 2 Teile Weiße-Taubnessel- und Rosmarin- und je 1 Teil Lavendel- und Storchschnabel-Tinktur mischen.

Anwendung:

  • Vormittags 10 Tropfen der Gleichklang-Tinktur pur einnehmen.

4. Johanniskraut-Likör mit Honig und Zitrone

Der Johanniskraut-Likör aus der Servus-Naturapotheke ist eine der aromatischsten Zubereitungen: Weinbrand, frische Blüten, Knospen und Blätter, eine Bio-Zitrone und Honig als Süßungsmittel. Nach einem Monat Ziehzeit und einigen weiteren Wochen Reifezeit ist der Likör fertig.

Johanniskrautlikör in der Flasche, Illustration, Anleitung
Foto: Kerstin Luttenfeldner / Caroline Seidler
Johanniskrautlikör lässt sich ganz einfach selbst ansetzen.

Zutaten:

  • 100 g frische Johanniskrautblüten, -knospen und -blätter

  • 1 Bio-Zitrone in Scheiben

  • 0,75 l Weinbrand

  • 0,25 l Wasser

  • 150 g Honig

Zubereitung:

  1. Johanniskraut leicht mörsern, mit den Zitronenscheiben im Weinbrand ansetzen, einen Monat ziehen lassen, dann abseihen.

  2. Wasser anwärmen und Honig darin auflösen.

  3. Johanniskrautauszug und Honigwasser mischen, in eine dunkle Flasche füllen und noch einige Wochen reifen lassen.

5. Wundsalbe mit Ringelblume und Johanniskraut

Diese Salbe verbindet zwei Klassiker der Volksheilkunde: Ringelblumenöl und Johanniskrautöl, gebunden mit Bienenwachs. Apotheker Arnold Achmüller zeigt, wie man sie mit wenigen Handgriffen selbst herstellt – die vollständige Anleitung mit Video gibt es hier.

Diese Informationen stellen keine medizinische oder ärztliche Beratung dar. Bitte beachten Sie die allgemeinen Dosierungsempfehlungen und konsultieren Sie insbesondere bei Beschwerden und Vorerkrankungen Ihren Arzt. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen.

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