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Kräuter für Männer: Weidenröschen

Das Weidenröschen (Epilobium Angustifolium und Parviflorum), dessen rosafarbene Blüten eindeutig die Signatur der Venus tragen, kann Männern helfen, ihre Vitalität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Weidenröschen
Foto: Pixabay/ Coleur
Weidenröschen

Text: Miriam Wiegele

  • Hilft bei: Beginnender Prostatavergrößerung, Reizblase

  • Wirkung: Entzündungshemmend

  • Heilanwendung: Tee

  • Botanische Merkmale: Weidenröschen sind Nachtkerzengewächse. Der Name geht auf die Ähnlichkeit der Blätter mit jenen der Weiden und auf die rosenfarbenen Blüten zurück. Die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte und wächst auch in hochalpinen Regionen. Das Weidenröschen wird auch Feuerkraut genannt, weil seine Samen mit dem langen weißen Haarschopf weit fliegen und sich nach Waldbränden auf den entstandenen Lichtungen ansiedeln. Trümmerkraut nannte man es im Zweiten Weltkrieg, da es sich als Pionierpflanze auf den Schuttflächen ausbreitete und als willkommene Nahrungsquelle geschätzt wurde.

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  • Übrigens: Auch heute noch kann man vom Weidenröschen im Frühjahr Stocksprossen wie Spargel zubereiten oder die sehr Vitamin-C-hältigen Blätter für Gemüsegerichte nutzen. 

  • Geschichte: Dioscurides, der erste Kräuterbuchautor, beschrieb das Weidenröschen als Strauch mit lilienartigen Blättern und rosenähnlichen Blüten. Ein Aufguss der Wurzel solle wilde Tiere zähmen, als Umschlag helfe sie gegen Geschwüre (tatsächlich wirkt das Weidenröschen gegen den Akne-Erreger Propionobacterium acnes). Überlebt hat die Anwendung des Weidenröschens aber nur in der Volksmedizin, berühmt wurde es durch die Schriften der österreichischen Kräuterfrau Maria Treben. Sie empfahl – ausschließlich – das Kleinblütige Weidenröschen gegen Prostatatumore. Die große Popularität, die diese Heilpflanze dadurch erhielt, führte dazu, dass man sich wissenschaftlich damit auseinandersetzte.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Studien ergaben, dass nicht nur das Kleinblütige Weidenröschen heilkräftig ist, sondern auch andere Arten, vor allem das Schmalblättrige Weidenröschen (E. angustifolium). Verwendet wird das blühende Kraut. Die enthaltenen Flavonoide, vor allem das Myricetin, haben eine starke entzündungshemmende Wirkung, was besonders bei einer beginnenden Prostatavergrößerung hilft. Die Phytosterole dagegen, und da vor allem das Beta-Phytosterin, beeinflussen das hormonelle Gleichgewicht in der Prostata. Auch die Ellagitannine wirken auf bestimmte Prozesse bei der Bildung von Testosteron, dem Männlichkeitshormon.

  • Übrigens: Die anregende Wirkung auf die Blasenmuskulatur hilft auch Frauen gegen Reizblase und bei Inkontinenz.

Weidenröschen-Tee

Fertigpräparate gibt es noch keine, deshalb am besten in der Apotheke als Tee aus Kleinblütigen Weidenröschen besorgen:

  • 1–2 TL mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen.

In Russland wird Weidenröschentee als „koptischer Tee“ täglich genossen. Das heißt, der „russische Tee“ ist eigentlich ein Weidenröschentee. Heimischen Männern sollte man jedenfalls empfehlen, ab dem 40. Lebensjahr immer wieder diesen Tee zu trinken.

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