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Gute Küche

Biergarten-Klassiker: 7 bayrische Rezepte für den Sommer

Cremiger Obazda, knusprige Laugenbrezeln, Schweinshaxn mit krachender Schwarte – wer bayrische Biergartenküche liebt, findet hier bewährte Rezepte, die den blau-weißen Sommer auf den Tisch bringen.

Krachende Schwarte, knusprige Brezel: Zwei Biergarten-Klassiker, die zusammen einfach unschlagbar sind.
Foto: Eisenhut & Mayer; Ingo Eisenhut
Krachende Schwarte, knusprige Brezel: Zwei Biergarten-Klassiker, die zusammen einfach unschlagbar sind.

Brotzeit ist in Bayern keine Mahlzeit, sondern eine Haltung. Und der Biergarten ihr schönster Rahmen. Mit unseren Rezepten aus der Servus-Schatzkiste gelingt die bayrische Biergartenküche auch daheim:

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1. Klassischer Obazda

Reifer Camembert, weiche Butter, Kümmel, Rosenpaprika und ein Schuss Weißbier – fertig ist der Obazda, der wohl berühmteste Aufstrich Bayerns. Das Rezept ist in 30 Minuten gemacht und auch ohne besondere Vorkenntnisse gelingt er beim ersten Mal. Wer es etwas leichter mag, kann die Butter durch Frischkäse ersetzen – der Geschmack bleibt cremig und herzhaft.

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2. Laugenbrezel

Die kastanienbraune Schale, das wattig-weiche Innenleben und die kross-salzigen Ärmchen – eine selbst gemachte Laugenbrezel ist etwas Wunderbares. Das Rezept ergibt 10 Stück und braucht etwas Geduld beim Formen, aber der Teig ist gutmütig. Das Geheimnis der typischen Farbe und des Geschmacks liegt im kurzen Bad in heißer Natronlauge vor dem Backen.

3. Rettichröllchen mit Räucherforellencreme

Der Bierrettich, in Bayern liebevoll „Radi“ genannt, wird hier zum Träger einer feinen Creme aus geräuchertem Forellenfilet, Topfen, Sauerrahm und Bio-Zitronenschale. Die hauchdünnen Rettichscheiben werden gesalzen, kurz ziehen gelassen und dann mit der Creme befüllt und eingerollt.

4. Wurstsalat mit Apfel und Bergkäse

Fleischwurst, Regensburger oder Lyoner – Wurstsalat kennt in Bayern viele Varianten. Dieser hier hebt sich mit grünem Apfel, Allgäuer Bergkäse und Radieschen in einer Apfelessig-Senf-Vinaigrette deutlich ab. In 30 Minuten fertig, dazu eine Breze und ein kühles Bier: mehr braucht es nicht.

5. Schweinshaxn mit Biersaftl und Radi

Die Schwarte einer richtigen Schweinshaxe muss so richtig krachen – das ist in Bayern kein Wunsch, sondern Anspruch. Das Geheimnis laut Rezept: Geduld, Salz und die richtige Temperatur. Die Haxn wird zuerst 2,5 Stunden in Gewürzbrühe gekocht, dann im Ofen mit dunklem Bier gebraten und am Schluss auf Sicht knusprig fertiggebraten. Die Bratensauce wird mit karamellisiertem Staubzucker abgelöscht und leicht gebunden – dazu frisch gehobelter Radi.

6. Leberkäs mit Sauerkraut und Röstzwiebeln

In Bayern serviert man Leberkäse mit Spiegelei, Erdäpfelsalat – oder, wie hier, auf karamellisiertem Graubrot mit eingekochtem Sauerkraut und knusprigen Röstzwiebeln. Die Röstzwiebeln werden in Mehl gewendet und in Bratöl goldgelb gebacken, das Brot mit Butter und Honig angeröstet. Mit süßem Senf und Schnittlauch fertig angerichtet, ist das eine Brotzeit, die satt macht und glücklich dazu.

7. Rindfleischsalat mit Radi

Wer nach dem Kochen einer Rindsuppe noch Fleisch übrig hat, dem empfiehlt sich dieses Rezept wärmstens. Hauchdünn aufgeschnittenes gekochtes Rindfleisch, gehobelter weißer Rettich, alter Bergkäse in feinen Streifen – alles mit einer Rindsuppen-Apfelessig-Marinade übergossen und mit in Butter gebratenen Laugenbrezel-Scheiben bestreut.

Was macht den Unterschied beim Bierzapfen?

Ein gut gezapftes Bier sollte in zwei bis drei Zügen fertig sein und eine etwa einen Zentimeter über den Glasrand hinausragende Schaumkrone haben.

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