Rezepte mit Löwenzahn: Köstliches aus Blüte, Blatt und Wurzel
Was kann man mit Löwenzahn alles machen? Im Frühling, wenn uns der sonnengelbe Korbblütler zahlreich von satten Wiesen entgegen leuchtet, stellt sich für viele diese Frage. Ob Likör oder „Honig“, Salat oder Kuchen – das kann man aus Löwenzahn zaubern.
9 Möglichkeiten, Löwenzahn zu verwerten:
- 1. Steirischer Rearlsalat
- 2. Löwenzahnkapern à la Klaus Kamolz
- 3. Löwenzahn-Blüteneis mit heißen Himbeeren
- 4. Löwenzahn-Marmorkuchen
- 5. Löwenzahnblüten-Essig
- 6. Löwenzahnsirup („Löwenzahnhonig“)
- 7. Löwenzahnwurzellikör
- 8. Tonisierendes Bitterpulver von Fräulein Grün
- 9. Löwenzahn als Fußbad
- Häufig gestellte Fragen über den Löwenzahn
1. Steirischer Rearlsalat
Im grünen Herzen Österreichs sagt man ja gerne Rearlsalat zum Löwenzahnsalat. In der Frühlingsküche darf dieser Genuss aus den Blättern des Löwenzahns keinesfalls fehlen. Am besten schmeckt er lauwarm serviert!
2. Löwenzahnkapern à la Klaus Kamolz
Der Kärntner Kulinarik-Journalist Klaus Kamolz ist nicht nur leidenschaftlicher Freizeitkoch, sondern ein mindestens genauso begeisterter Gärtner. Ganz jungen Löwenzahn legt er am liebsten ein, bevor die Blüten aufgehen. Besonders gut passen diese etwa zu Camembert.
3. Löwenzahn-Blüteneis mit heißen Himbeeren
Für den süßen Genuss zaubern wir aus dem Löwenzahn einen herrlichen Sirup und machen dann damit ein erfrischendes Eis.
4. Löwenzahn-Marmorkuchen
Zum frischen Löwenzahn gesellt sich hier mit dem Bärenklau ein weiteres Pflänzchen dazu. Der Löwenzahn-Marmorkuchen kann entweder in einer Kastenform oder als Muffins gebacken werden.
5. Löwenzahnblüten-Essig
Unser Essig mit Löwenzahnblüten schmeckt nicht nur hervorragend, der Essigansatz ist auch ein echter Blickfang!
6. Löwenzahnsirup („Löwenzahnhonig“)
Löwenzahnhonig ist eine vegane Variante von klassischem Bienenhonig und wird gerne als Brotaufstrich oder zum Süßen von Tee genutzt.
7. Löwenzahnwurzellikör
Als Muntermacher im Frühling gilt dieser selbst gemachte Löwenzahnwurzellikör, das Rezept stammt von Kräuterexpertin Gabriela Nedoma.
8. Tonisierendes Bitterpulver von Fräulein Grün
Bitteres tut unserer Verdauung gut. Fräulein Grün verrät uns ihr Rezept für ein selbstgemachtes Bitterpulver, in dem auch Löwenzahnwurzel eine wichtige Rolle spielt.
9. Löwenzahn als Fußbad
Kräuterexpertin Karin Buchart schwört auf ein belebendes Fußbad mit den sonnengelben Blüten. Hier erfahren Sie, was noch mit ins Wasser kommt.
Häufig gestellte Fragen über den Löwenzahn
Wo wächst Löwenzahn und wie sieht er aus?
Der Echt-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Er ist eine ausdauernde Pflanze und kann bis zu 40 cm hoch werden. Von der tiefen Pfahlwurzel bis zum Stängel enthalten alle Teile weißen Milchsaft.
Die gezahnten, lanzettlichen Blätter können je nach Standort sehr verschieden aussehen, manchmal sind sie auch ungezahnt. Die gelben Blütenköpfe schließen sich nachts und bei Regen.
Löwenzahn wächst vor allem auf gut gedüngten Böden und liebt sonnige Wiesen und Ackerränder.
Was ist eine Pusteblume?
Die braunen Früchtchen mit den haarigen Flugschirmen (Pappus) werden mit dem Wind verbreitet. Der mit den Früchten besetzte Kopf des Blütenstandes wird von Kindern gern in die Luft geblasen, weshalb der Löwenzahn auch Pusteblume genannt wird.
Woher kommt der Löwenzahn?
Sicherlich war der Löwenzahn schon in der Antike bekannt, doch wurde er nicht von anderen Korbblütlern unterschieden. In den Schriften des arabischen Arztes Avicenna wird er erwähnt, merkwürdigerweise aber nicht bei Hildegard von Bingen. Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts kennen den Löwenzahn auch unter den Namen Mönchskopf und Sonnenwirbel – nur zwei der rund 500 Volksnamen. Die Franzosen sagen auch pissenlit (auf gut Steirisch Bettsoacher), was auf eine seiner Wirkungen hinweist.
Taraxacum, der botanische Name des Löwenzahns, geht auf tarak shoqum, Arabisch für „bitteres Kraut“, zurück.
Mittelalterliche Kräuterbuchautoren schoben der Pflanze auch kosmetische Wirkung zu, wie Hieronymus Bock: Etliche bilden ihnen ein, wenn man mit dem Saft ermelten Krautes bestreiche, dass man bey großen Herrn und Fürsten angenehm dadurch werde und auch erhalten könne, was man begehre. Allein seyn solches Fabeln.
Was kann man vom Löwenzahn alles nutzen?
In erster Linie wird die Löwenzahnwurzel als Tee verwendet. Zubereitung: 1–2 TL mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen, aufkochen lassen, dann abgießen und kurz ziehen lassen. Löwenzahn sollte bis zu drei Wochen regelmäßig angewendet werden.
In der Apotheke bekommt man Löwenzahn auch als Saft oder Tinktur. Bitterstoffe können bei Menschen mit zu viel Magensäure Sodbrennen auslösen, daher vorsichtig dosieren.
Geschmackvoll und wohltuend ist natürlich auch, frische grüne Blätter zum beliebten „Röhrlsalat“ zu verarbeiten. Zu viel davon verursacht aber Durchfall. Und der weißliche Milchsaft vor allem in den Stängeln kann bei einigen Menschen und besonders bei Kindern zu Kontaktausschlägen führen.
Weniger gesund ist der ebenfalls sehr beliebte Löwenzahnsirup, auch wenn er sehr angenehm schmeckt.
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