Naturapotheke

Karotten, Bärlauch und Buttermilch für die Immunkraft

Das Immunsystem braucht Bausteine, das sind hochwertige Proteine, es braucht Pflanzenwirkstoffe und es braucht Hilfestellungen, um all diese wertvollen Nahrungsbestandteile auch dahin zu bekommen, wo sie hin sollen. Karin Buchart hat 5 Tipps aus der Naturapotheke, wie wir jetzt mit gesunder Ernährung unser Immunsystem stärken können.

Erntefrisch Juni: Karotten (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
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Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen. Hier geht es zu ihrem Buch: Die Naturapotheke

Wir können mit ausgewählten und guten Lebensmittel dafür sorgen, dass genügend der wichtigsten Nährstoffe und Pflanzenwirkstoffe für unser Immunsystem zur Verfügung stehen.

1. Erbsen, Bohnen und Linsen

Mit Erbsen, Bohnen und Linsen haben wir gleich mehrere Treffer für die Immunkraft: biologisch hochwertige Proteinbausteine, Ballaststoffe als Präbiotikum (Futter für die Darmbakterien) und Saponine (schäumende Stoffe) zur Schleimhautreinigung.

2. Karotten, schön orange

Carotinreiche Lebensmittel strahlen uns in einem fröhlichem Orange an. Da gelingt das Zugreifen wie von selbst. Genügend ß-Carotin ist unbedingt notwendig, um Killerzellen und Interleukine herzustellen und uns vor Eindringlingen zu schützen. Deshalb haben ab und zu ein Glas Karottensaft, Süßkartoffeln oder roter Paprika ihren besonderen Wert. Und auch Kohl und Spinat sind sehr reich an ß-Carotin, man sieht es nur nicht, weil es vom Chlorophyll überlagert wird.

3. Scharfes von der Zwiebel

Es muss nicht immer gelbe Zwiebel sein: Knoblauch, rote Zwiebel, Schnittknoblauch, Lauch und Frühlingszwiebel, alle liefern sie Lauchöle. Die machen sich zwar nach dem Schneiden recht schnell aus dem Staub, doch die Zwiebelgewächse sind sowieso frisch auf dem Salat am besten. In vielen Regionen schaut gerade jetzt der Bärlauch aus dem dürren Laub und bringt eine erstaunliche Menge an Lauchölen mit.

Kartoffelsalat, rote Zwiebel
Foto: iStock
Rote Zwiebeln verleihen dem Kartoffelsalat eine leichte Schärfe und einen süßlichen Geschmack.

4. Scharfes von Kresse und Kren

Senföle stecken in allen Kressearten, im Radieschen, der Krenwurzel und in den Kohlgemüsen. Wer etwa Brokkolisamen auf nasser Küchenrolle wachsen lässt schmeckt die scharfen Senföle. Beim Austreiben vermehren sich die Scharfstoffe des Brokkoli um das 10 bis 100-fache!

5. Lebendige Lactobacillen

Es gibt viele gute Bakterien für unseren Darm. Die Lactobacillen seien hier stellvertretend genannt. Und diese guten, physiologischen Darmbakterien zerlegen einige große Moleküle aus den Lebensmitteln soweit, dass sie besser ins Blut aufgenommen werden können. Lactobacillen haben deshalb eine Schlüsselfunktion, wenn es um die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen und Pflanzenwirkstoffen geht.

Buttermilch, Sauermilch, Honig, Wein, auch in kleinen Mengen, helfen bei der Verdauung. Essigbakterien können diese Aufgabe zum Teil auch übernehmen.

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