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Gute Küche

Holunder: Die wichtigsten Fragen zu Blüte, Ernte und Verwendung

Holunderblütensaft, Holunderblütensirup, Holunderblütentee oder lieber -gelee? Ganz gleich, wie man den Holunder genießen möchte, ein paar Aspekte sollte man bei der Ernte und Verarbeitung beachten.

Holunderblüte,
Foto: Katharina Gossow

Holunderwissen in der Übersicht:

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Wo wächst Holunder?

Den nächsten Holunderstrauch muss man nicht lange suchen. Wenn er nicht ohnehin im eigenen Garten steht, dann sicher ganz in der Nähe. Er fühlt sich wohl an Waldrändern und Lichtungen, in Hecken, an Feld- und Wegrändern, an Bach- und Flussufern sowie in Böschungen und auf verwilderten Grundstücken.

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  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ist ein Kulturfolger und siedelt sich generell gern dort an, wo Menschen wohnen. Schwieriger ist es, ihn loszuwerden. Davor warnt auch eine Volksweisheit: Nachbars Kinder und Nachbars Holunder / Bannest du nie auf die Dauer / Schließest du ihnen die Türe, o Wunder! / Klettern sie über die Mauer.

  • Verbreitung: in fast ganz Europa, auch in Österreich und Deutschland sehr häufig, vom Flachland bis ins Hügelland/Mittelgebirge.

  • Hier geht es zu unserer Rezept-Sammlung mit duftendem Holunder!

Wann blüht Holunder?

  • Egal wie sehr man Holler zurückschneidet, er treibt unermüdlich aufs Neue aus, kommt ohne Pflege aus, wächst im Schatten und in der Sonne, und nur im Alter neigen seine knorrigen Äste zu Verkahlung und pittoresker Vermoosung.

  • Von Mai bis Juli blühen die Holunderbüsche in voller Pracht.

Holunderblüten (Foto: Andy Ballard/Pixabay)
Foto: Andy Ballard/Pixabay
Blühender Holunderstrauch.

Wie erntet man Holunder richtig?

Die schönen, weißen Holunderblüten erntet man am besten am späten Vormittag, wenn es trocken und sonnig ist, und möglichst weit entfernt von Straßen. Holunderblüten mit einer Schere mit Blütenstand abschneiden und in einem Korb sammeln. In einem Plastiksackerl würde sie sofort verwelken.

Soll man Holunder waschen?

  • Nein, Holunderblüten sollte man nicht waschen, da sonst der wertvolle und geschmacksintensive Blütenstaub verloren geht.

Wie entfernt man Blattläuse vom Holunder?

  • Achtung bei Läusen! Auf Holunderblüten sitzen gerne schwarze Läuse. Wenn man Sirup herstellen möchte, sollte man die Tierchen möglichst durch Schütteln und Putzen entfernen. Das Waschen der Blüten sollte trotz Läusen vermieden werden, um den Geschmack und Duft des Hollers zu erhalten.

Holunderblüten ernten (Foto: Andy Ballard/Pixabay)
Foto: Andy Ballard/Pixabay
Der Holunder mag es bei der Ernte gerne sonnig und trocken.

Was kann man mit Holunder alles machen?

Holunderdolden sind essbar und gelten als sehr gesund. Mit ihnen kann man Getränke und Speisen köstlich verfeinern, und ihr Geschmack lässt sich als Sirup lange Zeit bewahren. Man braucht die Holunderblüten bloß in freier Wildbahn zu sammeln und zu verarbeiten.

  • Holunderblüten sind reich an Vitamin C und wird gerne bei einer beginnenden Erkältung und bei Halsweh etwa als Tee getrunken.

  • Durch ihren einzigartigen Geschmack werden Holunderblüten aber am liebsten für Sirup, Marmelade und Gelee sowie zum Verfeinern von Eis und Getränken verwendet. Und ein jeder liebt die Dolden wohl besonders, wenn sie im Teig herausgebacken werden.

Holunderblütensirup, Servus
Foto: Katharina Gossow
Gerade wenn es heiß ist, schmeckt ein süßer Holundersirup in eiskaltem Wasser äußerst erfrischend.

Ist Holunder giftig?

  • Gut zu wissen: Alle Teile des Hollers – bis auf die Blüten – sind roh giftig. Daher kommt es, dass Holunderrinde als Brech- und Abführmittel im Einsatz war.

  • Das giftige Lektin der in den Beeren enthaltenen Samen, die im Herbst zu ernten sind, wird beim Einkochen neutralisiert.

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