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Gute Küche

Warme Mehlspeisen: 9 klassische Rezepte aus Omas Kochbuch

Germknödel, Buchteln und Scheiterhaufen zählen zu den beliebtesten warmen Mehlspeisen der österreichischen und bayerischen Küche. Servus.com stellt 9 klassische Rezepte vor, die zeigen, wie diese herzerwärmenden Oma-Gerichte mit wenigen Zutaten gelingen.

Scheiterhaufen, Germknödel, österreichischen und bayerischen Mehlspeisküche, Rezepte wie bei Oma
Foto: Eisenhut & Mayer, Ingo Eisenhut
Scheiterhaufen und Germknödel – zwei Klassiker der Mehlspeisküche, die sich mit wenigen Zutaten zu Hause nachkochen lassen.

Manche Gerichte brauchen keine große Bühne. Ein dampfender Topf, der Duft von Butter und Vanille, ein Kochlöffel – und schon ist man wieder Kind. Warme Mehlspeisen haben in der österreichischen und bayerischen Küche eine lange Geschichte: Sie entstanden in Zeiten, in denen aus wenigen, einfachen Zutaten wie Mehl, Milch, Eiern und altem Gebäck etwas Sättigendes und Wohlschmeckendes werden musste.

Heute sind Scheiterhaufen, Germknödel oder Buchteln längst mehr als Resteverwertung – sie sind ein Stück gelebte Küchentradition, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese Rezepte laden dazu ein, die Klassiker aus Omas Kochbuch wieder auf den Tisch zu bringen:

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1. Scheiterhaufen mit Äpfeln

Der Scheiterhaufen ist ein echtes Resteverwertungs-Genie: Altbackenes Weißbrot (altbackenes Weißbrot), Äpfel, Eier und Milch – mehr braucht es kaum, um einen ofenwarmen Auflauf zu zaubern. Wer noch nie einen gemacht hat, wird überrascht sein, wie wenig Aufwand dahintersteckt.

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2. Altwiener Baunzerln

Baunzerln ist ein Schmalzgebäck, das in Wien einst als einfache Süßspeise für die ganze Familie galt. Mit Staubzucker bestreut und noch warm serviert, gelingen sie mit wenigen Handgriffen – und schmecken am besten frisch aus der Pfanne.

3. Škubánky

Škubánky sind böhmische Erdäpfelknödel (Kartoffelknödel), die mit Mohn und Butter serviert werden – ein Gericht, das in der böhmisch-österreichischen Küchentradition tief verwurzelt ist und heute kaum noch jemand kennt. Wer sie einmal probiert hat, versteht, warum sie in alten Kochbüchern so oft auftauchen. Unser Rezept stammt von Harald Nachförgs Oma. Der Servus-Autor erzählt auch von seinen Erinnerungen daran.

4. Oma Adeles Scheiterhaufen mit Schneehaube

Diese Version des Scheiterhaufens trägt eine luftige Schneehaube, also eine Baiserhülle aus geschlagenem Eiklar – ein kleines Stück Küchenhandwerk, das Geduld und Fingerspitzengefühl belohnt. Das auf servus.com besonders beliebte Rezept stammt von der Großmutter von Autor Alexander Macheck.

5. Apfelspatzen

Apfelspatzen sind kleine, unregelmäßige Teigstücke, die direkt ins kochende Wasser geschupft werden – rasch gemacht, mit frischen Äpfeln verfeinert und in Butter geschwenkt. Dieses Rezept gehört zu den unkompliziertesten der warmen Mehlspeisküche und kommt mit einer Handvoll Zutaten aus.

6. Omas Germknödel mit Mohn und Butter

Ein Germknödel braucht Zeit – der Germteig (Hefeteig) will rasten, der Knödel will dämpfen – aber wer sich diese Ruhe nimmt, wird mit einem weichen, duftenden Teigkissen belohnt, das mit Mohn und zerlassener Butter zu einem der bekanntesten Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche zählt.

7. Grießschmarrn

Der flaumige Grießschmarrn ist die kleine Schwester des Kaiserschmarrns: aus Grieß, Milch und Eiern in der Pfanne gebacken und in Stücke gerissen, kommt er mit wenigen Zutaten aus und ist rasch auf dem Tisch.

8. Buchteln mit Marmelade gefüllt

Buchteln sind kleine Germteig-Kugeln, die mit Marmelade gefüllt und eng nebeneinander in die Rein gesetzt werden. Beim Backen „wachsen“ sie zusammen, bleiben innen weich und bekommen außen eine leicht goldbraune Hülle. Mit Staubzucker bestreut schmecken sie direkt aus dem Rohr serviert am allerbesten.

9. Bayerische Dampfnudeln mit Vanillesauce

Dampfnudeln werden nicht gebacken, sondern – wie der Name sagt – im Topf gedämpft, bis sie eine goldbraune Kruste am Boden und eine weiche, luftige Mitte haben. Mit einer selbst gemachten Vanillesauce angerichtet, sind sie ein Sonntagsgericht, das Generationen von Köchinnen und Köchen begleitet hat. Erstmals fand sich im Jahre 1858 ein Rezept für die „Bairische Dampf-Nudeln“.

Häufig gestellte Fragen rund um warme Mehlspeisen

Was sind warme Mehlspeisen?

Warme Mehlspeisen sind Gerichte, die auf Basis von Mehl, Grieß, Erdäpfeln (Kartoffeln) oder altem Gebäck zubereitet und warm serviert werden – oft als Hauptspeise, manchmal als Nachspeise (Dessert). In der österreichischen und bayerischen Küche haben sie eine lange Tradition als sättigende, einfache Alltagsgerichte.

Was ist der Unterschied zwischen Buchteln und Germknödeln?

Beide werden aus Germteig (Hefeteig) gemacht, unterscheiden sich aber in der Zubereitung: Buchteln kommen ins Rohr (Backofen), Germknödel (Hefeknödel) hingegen werden gedämpft. Buchteln sind flacher und werden oft mit Marmelade gefüllt, Germknödel sind runder, mit Powidl gefüllt und werden klassisch mit Mohn und Butter serviert.

Kann man Germknödel und Buchteln vorbereiten?

Ja – den Germteig (Hefeteig) kann man am Vortag ansetzen und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen. So spart man am nächsten Tag Zeit und der Teig entwickelt ein besonders gutes Aroma.

Was macht einen guten Scheiterhaufen aus?

Entscheidend ist das Brot: Es sollte wirklich altbacken sein, damit es die Milch-Ei-Masse gut aufsaugt, ohne zu weich zu werden. Wer möchte, kann auch Rosinen, Zimt oder verschiedene Apfelsorten einarbeiten – je nach Familienrezept.

Sind warme Mehlspeisen als Hauptspeise geeignet?

Ja, in der traditionellen österreichischen Küche wurden warme Mehlspeisen häufig als vollwertige Mittagsspeise serviert – besonders an Freitagen oder in der Fastenzeit, da sie ohne Fleisch auskommen. Beliebt war früher auch die Kombination aus einer kräftigen Suppe als Vorspeise und einer warmen Mehlspeise als Hauptgang: eine einfache, aber runde Mahlzeit, die lange satt hielt.

Welche Mehlspeisen eignen sich für Anfänger?

Grießschmarrn und Apfelspatzen sind besonders einfach, da sie ohne Germteig (Hefeteig) auskommen und rasch zubereitet sind. Auch der klassische Scheiterhaufen gelingt mit wenig Erfahrung gut, weil er im Rohr (Backofen) fertig wird und kaum Aufmerksamkeit braucht.

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