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Gute Küche

Brennnessel-Rezepte: 12 Ideen für die ganze Saison

Die Brennnessel wächst, wo sie will – und das ist gut so. Denn ihre jungen Triebe gehören zu den würzigsten Zutaten der Wildkräuterküche überhaupt: mild wie Spinat, vielseitig in der Küche. Diese ausgewählten Servus-Rezepte beweisen es.

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Foto: Anja Fischer; Ingo Eisenhut
Ob kleine Knöderln oder eine herhafte Roulade: Brennnesseln lassen sich in der Küche wunderbar verarbeiten.

Die jungen Triebe schmecken würzig-mild und erinnern an Spinat. Am Mittagstisch, für ein Frühlingsfest im Garten oder einfach, weil die Saison es gerade hergibt – die Brennnessel ist auf überraschend viele Arten köstlich einsetzbar in der Küche. Handschuhe an und los geht‘s.

Wie sammelt man Brennneseln? Mit Gartenhandschuhen und langer Kleidung, an einem sauberen Standort nur die jungen, oberen Triebe der Brennnessel mit einer Schere oder einem Messer abschneiden und locker in einen Korb oder Stoffbeutel legen.

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12 Rezepte mit Brennnesseln:

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1. Mini-Brennnesselknödel

Knödel mit Brennnessel – das klingt ungewöhnlich, schmeckt aber vertraut und himmlisch. Die Nessel färbt den Knödel nicht nur grün, er verleiht ihm zudem einen angenehm würzigen Geschmack. Serviert mit Parmesan und Butter ein flaumiges Vergnügen.

2. Brennnesselrolle mit getrockneten Paradeisern

Saftig, aromatisch und ein echter Blickfang auf dem Tisch: Wer noch nie mit Brennnesseln gekocht hat, ist bei dieser Brennnesselrolle mit getrockneten Paradeisern gut aufgehoben. Sie vereint das Würzige der Nessel mit der intensiven Süße getrockneter Paradeiser. Und: Das Ergebnis macht auf dem Teller eine gute Figur.

3. Flammkuchen mit Brennnesselblättern

Der knusprige Flammkuchen mit Brennnesselblättern von Paula Bründl ist in nur wenigen Minuten zubereitet und passt genauso gut zum Abendessen unter der Woche wie zu einem gemütlichen Grillabend mit Freunden.

4. Brennnessel-Eistee

Dieser Brennnessel-Eistee ist erfrischend, leicht herb und eine großartige Abwechslung zu den bekannten Sommergetränken – ideal für heiße Tage oder als Begleiter zum Gartenpicknick mit Familie und Freunden.

5. Brennnessel-Schnitzerl

Diese Schnitzerl kommen ganz ohne Fleisch aus und ist eine grüne Variante zu Faschierten Laibchen: mit nur wenigen Zutaten und schnell servierbereit sind die Brennnessel-Schnitzerl ein Genuss für die ganze Familie.

6. Käserahmsuppe mit Brennnesseln

Eine cremige Brennnesselsuppe mit Käse ist eines der schönsten Frühlingsrezepte für die ersten zarten Triebe aus dem Garten oder der Wiese. Ein Teller davon reicht, um sich auch an kühleren Tagen aufzuwärmen.

7. Brennnesselschaumsuppe mit Annaberger Wachtelei

Fein, leicht und mit einem Detail: Das Wachtelei aus Annaberg ist ein besonders aromatisches Schmankerl auf dieser luftigen Brennnesselschaumsuppe. Ein Rezept, das auch auf einer festlichen Tafel beeindruckt.

8. Brennnessel-Schlutzkrapfen

Paula Bründls selbst gemachter Nudelteig ist mit einer Mischung aus Topfen und frischen Brennnesselblättern gefüllt – eine köstliche Variation des traditionellen Schlutzkrapfen-Rezepts, die zeigt, wie viel Geschmack in einem einfachen Wiesenkraut steckt.

9. Schnelle Brennnesselnudeln

Nudeln gehen immer – und diese Version ist in kurzer Zeit auf dem Tisch. Die Brennnesseln werden dafür kurz mit Butter und Knoblauch in der Pfanne angebraten. So gut!

10. Brennnesselpesto

Dieses Pesto lässt sich auf Vorrat zubereiten und hält sich im Kühlschrank einige Tage. Es passt zu Nudeln, aufs Brot oder als Dip zu Gemüse – und ist eine gute Möglichkeit, eine größere Menge frischer Brennnesseln auf einmal zu verarbeiten.

11. Blütensalat mit knackigem Spinat

Bunt, frisch und voller Kräuteraromen: Dieser Wildkräutersalat kombiniert junge Brennnesselblätter und essbare Blüten zu einem Teller, der genauso schön aussieht wie er schmeckt. Ein leichtes Gericht für alle, die Wildkräuter in ihrer ganzen Vielfalt auf den Tisch bringen möchten.

12. Brennnesseltarte in Taubnesselteig

Zwei Wildkräuter, ein Teig: Die Taubnessel gibt dem Boden eine zarte, leicht nussige Note, während die Brennnessel als Füllung für Würze sorgt. Diese Tarte macht sich gut auf einem Buffet oder als herzhaftes Mittagessen im Freien.

Häufig gestellte Fragen zum Kochen mit Brennnesseln

Wann ist die beste Zeit, Brennnesseln zu ernten?

Die jungen Triebe sollte man im Frühling – von März bis Mai – ernten, sie sind am zartesten und eignen sich perfekt zum Kochen. Wer im Sommer erntet, sollte nur die obersten, frischen Blätter verwenden. Nach der Blüte werden die Blätter gröber und bitterer und lassen sich nicht so gut verwenden.

Brennt die Brennnessel beim Kochen noch?

Nein. Durch Erhitzen und Blanchieren verliert die Brennnessel ihre Brennhaare und damit ihre Wirkung. Wer die Blätter roh verarbeiten möchte – etwa für Pesto oder Salat – kann sie kurz mit kochendem Wasser übergießen oder mit einem Nudelholz abrollen. Hier empfiehlt es sich ein Küchenpapier zwischen das Nudelholz und die Blätter zu legen.

Wie viel Brennnessel brauche ich für ein Rezept?

Das hängt vom Gericht ab. Als Faustregel gilt: Frische Brennnesselblätter verlieren beim Blanchieren deutlich an Volumen – ähnlich wie Spinat. Für 4 Portionen Suppe oder Pasta rechnet man in der Regel mit 150 bis 200 Gramm frischen Blättern.

Kann ich Brennnessel einfrieren?

Ja. Am besten die Blätter kurz blanchieren, gut ausdrücken und portionsweise einfrieren. So lässt sich die Ernte aus dem Frühling auch noch im Winter verwenden.

Lässt sich Brennnessel durch Spinat ersetzen?

In vielen Rezepten ja – der Geschmack ist ähnlich, aber die Brennnessel hat eine etwas kräftigere, würzigere Note. Wer Brennnessel zum ersten Mal ausprobiert, kann gut mit einem Teil Spinat und einem Teil Brennnessel beginnen.

Welche Teile der Brennnessel sind essbar?

Gegessen werden die Blätter, vor allem die jungen, oberen Triebe. Die Stiele der älteren Pflanze sind faserig und weniger geeignet. Blüten und Samen lassen sich ebenfalls verwenden – etwa getrocknet als Gewürz oder in Salaten.

Kann ich Brennnessel auch backen?

Ja. Blanchierte und gut ausgedrückte Brennnesselblätter lassen sich in Teige einarbeiten – für Brot, Quiche, Tarte oder Pasta. Sie geben dem Gebäck eine grüne Farbe und ein mildes Kräuteraroma.

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